Anton Feckter und seine Ehefrau Maria-Catharina, geb. de Caluwé, um 1870<br />
Foto: F. Raps (StAGL, L 3/26/2)
Anton Feckter und seine Ehefrau Maria-Catharina, geb. de Caluwé, um 1870
Foto: F. Raps (StAGL, L 3/26/2)


Das Schulmuseum wird gefördert vom Landschaftsverband Rheinland <br />
und der NRW-Stiftung.<br />
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Das Schulmuseum wird gefördert vom Landschaftsverband Rheinland
und der NRW-Stiftung.


Ohne Carl Cüppers (1920 - 2008) gäbe es das Schulmuseum Bergisch Gladbach nicht. Als Schulrat des Rheinisch-Bergischen Kreises hatte er ab 1968 angefangen zu sammeln. Damals wurden die ländlichen Volksschulen, in denen noch wie früher meherere Jahrgänge in einer Klasse zusammengefasst waren, zugunsten der neu gebildeten Schulzentren aufgelöst. Auch ihre Ausstattung wurde nicht mehr benötigt. 

Carl Cüppers erzählt aus seinem Lehrerleben
Carl Cüppers erzählt aus seinem Lehrerleben

Carl Cüppers rettete Schulwandbilder, Mobiliar, Lehr- und Lernmittel, Bücher und Zeugnishefte vor dem Verschwinden in den Depots oder auf dem Sperrmüll. Im Laufe der Jahre kam eine umfangreiche schulgeschichtliche Sammlung zusammen, die inzwischen mehrere tausend Exponate, Archivalien, Fotos und Schulbücher umfasst. Sie gehörte damals zu den ersten ihrer Art und zählt auch heute noch zu den bedeutendsten in Deutschland.


Nach dem Ersten Weltkrieg geriet die „Eiserne Tafel“ fast vollkommen in Vergessenheit, bevor sie 2014/15 zum Hauptexponat der Sonderausstellung des Schulmuseums „Mein süßes Tinchen! – Kriegsalltag Bergisch Gladbach 1914 – 1918“ wurde.

Mit der „Eisernen Tafel“ von Bergisch Gladbach wurde ab 11. Juli 1915 zu Nagelspenden für die Familien der bereits zahlreichen Kriegsgefallenen aufgerufen. Später ergänzte man sie um Namensschilder der toten Soldaten, von denen sich 221 erhalten haben. Nach dem Ersten Weltkrieg geriet die „Eiserne Tafel“ fast vollkommen in Vergessenheit, bevor sie 2014/15 zum Hauptexponat der Sonderausstellung des Schulmuseums „Mein süßes Tinchen! – Kriegsalltag Bergisch Gladbach 1914 – 1918“ wurde. Seit dem 5. Juli 2016, fast 101 Jahre nach ihrer Erstaufstellung, ist die „Eiserne Tafel“ wieder im Rathaus der Stadt für die Öffentlichkeit zugänglich.


Der Name des Lehrers Anton Feckter ist im Unterschied zu dem seines Sohnes, des Fotografen Vinzenz Feckter, nicht nur in Bergisch Gladbach, sonder auch im Ortsteil Paffrath fast vollkommen vergessen. Die neue Sonderausstellung des Schulmuseums will daher an diesen Mann erinnern. Schließlich hat er jahrzehntelang lang an der Paffrather Schule gewirkt. Erst 1874 ging er nach 55 Dienstjahren in Pension und hat zuletzt noch die Enkel seiner ehemaligen Schüler unterrichtet. Ein innerhalb der Schulgeschichte des Rheinlandes einmalig langes Lehrerleben. [mehr...]




Impressionen



Mit der „Eisernen Tafel“ von Bergisch Gladbach wurde ab 11. Juli 1915 zu Nagelspenden für die Familien der bereits zahlreichen Kriegsgefallenen aufgerufen.