Schulgeschichte lässt sich vor allem an den zahlreich erhaltenen Klassenfotos der Vergangenheit ablesen. Die Aufstellung der Klasse, die Position der Lehrpersonen, Haltung, Gestik, Mimik und Blick der Beteiligten verraten viel über den Geist, der in der Schule wehte: hierarchisch, repräsentativ und ernst zur Kaiserzeit, konzentriert bei der Arbeit im Klassenzimmer der Weimarer Republik, in „HJ“- oder „Jungvolk“-Uniform zur Zeit des Nationalsozialismus, mit Mütze und Mantel im ungeheizten Klassenraum der Nachkriegsjahre, zwanglos um die Lehrerin gruppiert in den 1980er Jahren.
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| Nachkriegsjahre, Köln 1946; Unterricht macht Spaß, Bergisch Gladbach-Refrath 1985 |
Kleidung und Haartracht – sonntäglicher Anzug, Festtagskleid mit Schürze, Matrosenanzug, kurze Hosen, Strickjacke, Bluse mit Bubikragen, Mini-Rock, Latzhose oder Sweatshirt – signalisieren den Wandel in der Mode und den sozialen Status.