Raum 6: Fibeln
Kinderfreund ...
Bei den Fibeln aus ca. 130 Jahren finden sich Tendenzen von Jugendstil, Bauhaus und Art deco ebenso wie die Heimatmalerei des Nationalsozialismus oder der naiv-poetische Naturalismus der Nachkriegszeit. Nach 1970 prägten Fotos, Comics und Collagen die Illustrationen.
Auch die Themen änderten sich. Noch bis in die 1950er Jahre schilderten Fibeln vorwiegend Familienleben, Natur und Heimat, Jahreszeiten und Jahresfeste, Märchen und Sagen. Erst seit Mitte der 1960er Jahre wurden – wie vereinzelt schon in den 1920er Jahren – Großstadt, Technik, Umwelt und auch soziale Probleme behandelt.
Während der Wilhelminischen Kaiserzeit und des Nationalsozialismus dienten Texte und Bilder häufig der ideologischen Propaganda. Bei der Fibel „Rheinische Kinder“ wurde in den 1930er Jahren die „Kinderheimat“ von 1925 durch Illustrationen aus dem nationalsozialistischen Kinderalltag erweitert. Ein 10-seitiger Anhang nutzte bereits damals das Medium Fotografie und stellte Adolf Hitler als Kinderfreund vor.
Dauerausstellung, 6. Raum: Fibeln 1868 - 1996
Dauerausstellung, 6. Raum: Fibeln 1868 - 1996

Fibel „Kinderheimat“, 1925
Fibel „Kinderheimat“, 1925

Fibel „Rheinische Kinder“, 1930er Jahre (Abb. links); Adolf Hitler als Kinderfreund (Fotoanhang zur Fibel „Rheinische Kinder“), 1930er Jahre (Abb. rechts)
Fibel „Rheinische Kinder“, 1930er Jahre (Abb. links); Adolf Hitler als Kinderfreund (Fotoanhang zur Fibel „Rheinische Kinder“), 1930er Jahre (Abb. rechts)



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