Raum 5: Lehrmittel
Lernen leicht gemacht

Neben Schulwandbildern und Lichtbildprojektoren gab es zunehmend auch ‚Maschinen' für den Lese- und Rechenunterricht. Meist von ehemaligen Lehrern entwickelt, übernahmen Lehrmittelverlage in den 1920/30er Jahren die Produktion. Die berühmte „Wlecke’s Finger-Rechenmaschine“ ist auch ein Glanzstück des hiesigen Schulmuseums.

Steckbrett für den Geschichtsunterricht, 1960
Steckbrett für den Geschichtsunterricht, 1960

Die Ausstellung zeigt aber vor allem Lehr- und Lernmittel, die von Lehrern und Schülern selbst angefertigt wurden. Schon um 1900 hatten Pädagogen ihren besonderen Wert betont, so dass sie sehr verbreitet waren. Beispiele haben sich in großer Zahl aus der Nachkriegszeit erhalten. Sie wurden vorwiegend bei der Still-Beschäftigung in den einklassigen Landschulen genutzt. Oft waren sie aus bereits vorhandenem Material – z.B. ‚Eigenfibeln’ aus durchgepaustem Butterbrotpapier – gefertigt.
Sehr beliebt waren auch Puzzle und ‚Steckbretter’ wie z.B. das um 1960 von Lehrer Hans Wiese konstruierte Beispiel: 88 wichtige Ereignisse der Weltgeschichte von den Pyramiden bis zum Sputnik mussten durch Einstöpseln von kleinen Stöckchen den richtigen Daten in dem Brett zugeordnet werden.  
selbst gefertigtes Arbeitsmittel für den Aufsatzunterricht im 4. Schuljahr, um 1950
selbst gefertigtes Arbeitsmittel für den Aufsatzunterricht im 4. Schuljahr, um 1950

‚Lese-Maschine', gefertigt von Carl Cüppers als Lehrer an der einklassigen Volksschule in Gimmersdorf (Kreis Bonn), um 1950
‚Lese-Maschine', gefertigt von Carl Cüppers als Lehrer an der einklassigen Volksschule in Gimmersdorf (Kreis Bonn), um 1950



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