Das Gebäude

Die Entstehungsgeschichte der Katterbacher Schule ist typisch für die Schulentwicklung in Preußen nach der Reichsgründung von 1871. Die „Gründerzeit“ führte nicht nur zu einem Aufschwung der Papier- und Maschinenindustrie in Bergisch Gladbach, sondern auch zu einem Anstieg der Einwohner- und Schülerzahlen.


Schulklasse mit Schulleiter Johannes Fischer, 1893 (ältestes Foto der Katterbacher Schule)Schulklasse mit Schulleiter Johannes Fischer, 1893 (ältestes Foto der Katterbacher Schule)

Überall entstanden neue Schulen, so auch im Ortsteil Katterbach, wo 1871 eine einklassige Katholische Volksschule für die Jahrgänge 1 – 5 eröffnet wurde. 1883 zählte man bereits 72 Kinder, und 1893 wurde die Schule um einen Klassenraum für die Jahrgänge 6 – 8 aufgestockt. Der Schule war eine Lehrerwohnung angeschlossen, die mit 100 qm Fläche dem für einen verheirateten Lehrer festgesetzten Raumbedarf entsprach.

Vorderansicht der Lehrerwohnung und Giebelansicht des Schulsaales nach dem 1870 gebilligten Plan
Vorderansicht der Lehrerwohnung und Giebelansicht des Schulsaales nach dem 1870 gebilligten Plan

1952, 1963 und 1973 wurde die Schule um moderne Bauten auf dem Gelände erweitert. Bürgerproteste verhinderten 1974 den Abbruch des Altbaus und ermöglichten so die spätere neue Nutzung als Museum.

2012 wurde für das Museum ein moderner Anbau fertiggestellt. Dort steht ein 50qm großer Aufenthaltsraum für Schulklassen und Besuchergruppen zur Verfügung, der auch für museumspädagogische Aktivitäten, Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen genutzt werden kann.




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