Friedenspreisträgerin Aleida Assmann im Schulmuseum

Foto: Ursula Berg / Schulmuseum

Foto: Ursula Berg / Schulmuseum



Für die derzeitige Sonderausstellung „1968: Schule – Reform – Protest“ konnten wir mit Prof. Dr. Aleida Assmann erneut eine international renommierte Kulturwissenschaftlerin als Referentin gewinnen. Am 14. Oktober war sie und ihr Mann, der Ägyptologe Jan Assmann, in Frankfurt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden.

Am 15. November 2018 hielt sie in der Pausenhalle der Gemeinschaftsgrundschule Katterbach einen Vortrag „Mythos 1968 – Zwischen Heroisierung und Historisierung“. Ihr Resümee führte zu einer lebhaften Diskussion: „1968 ist tatsächlich vieles in Bewegung geraten, die Frage ist nur, ob auch alles, was heute gerühmt wird, auf das Konto der 68er geht. Meine These ist, dass sie nicht alles allein geschafft haben, es gab Zuarbeiter und auch noch eine andere Jugend-Generation nach 1945. Aber der Mythos von 1968 ist offenbar ein Impuls, den wir in einer Zeit, in der Protest und Revolte nach rechts abgewandert sind, dringend brauchen. Kein Wunder also, dass heute die 68er Bewegung viel stärker leuchtet als noch vor 10 Jahren.“

200 Gäste bedankten sich mit lang anhaltendem Beifall für eine Sternstunde des Schulmuseums.




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